Wir haben auch Geschichte - Inlineskating.


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Abgeschickt von Bodo am 20 Januar, 2011 um 22:28:56:

Was heißt Inlineskating eigentlich?

Inline (engl.) = in einer Linie, die Rollen stehen in einer Reihe unter dem Schuh

Skate (engl.) = Schuh und Fahrgestell unter der Sohle (Rollen o. Kufe/ Klinge(Blade)

Skating (engl.) = Eislaufen (Ice Skating)

(Rollerskating = Rollschuhe fahren, haben jeweils seitlich am Schuh 2 Rollen und zwei Achsen)

Seit wann gibt es Skating, das Gleiten auf Schuhen?

Am Anfang war das Eislaufen.
Die ersten Schlittschuhe aus Pferdeknochen sind wahrscheinlich 3.000 Jahre alt.

Erste holländische Metallkufen wurden 1483 schriftlich erwähnt.

Der erste belegte Eisschnelllaufwettkampf fand 1763 in England statt.

Auch Goethe, Lessing und Gutsmuths waren begeisterte Schlittschuhläufer.

Der Wunsch, auch im Sommer Eislaufen zu können, ist alt.

Erste Skates mit Holzrollen gab es schon Anfang des 18. Jahrhunderts in Holland, sie hießen Skeelers und so heißen Speedskates in den Niederlanden heute noch.
1760 fuhr der Belgier Joseph Merlin mit von ihm entwickelten Rollschuhen in den Spiegel eines Londoner Ballsaales (versehentlich).

Es gab mehrere Inlineskateentwicklungen, das erste Patent für einen 3-Rollen-Inlineskate wurde 1819 in Frankreich eingetragen.

Der New Yorker J. L. Plimpton erfand 1863 die ersten gummigelagerten Achsen für Rollerskates, da man sich mit diesen besser drehen und fast alles wie beim Eislaufen konnte, setzten sich, vor allem mit Erfindung der Kugellager ersteinmal Rollschuhe mit Holzrollen durch.

1902 wurde die Rollschuhbahn "Coliseum" in Chicago eröffnet und Madison Square Garden in New York wurde 1908 zur Rollschuhbahn.

1935 gewannen Clarice Martin und Bernie McKay das erste Transcontinental Roller Derby, bei dem Rollschuhpaare 3.000 Meilen, die Strecke von New York bis San Diego, vor 20.000 Zuschauern im Coliseum Chicago auf der Kreisbahn bewältigten. Einer mußte immer laufen, während der andere in der Ringmitte schlief.

1938 gab es die ersten Plastikrollen unter den Rollschuhen.

Inlineskating

Der heutige Inlineskate mit hohem Schuh und 4 Rollen wurde 1960 durch die Chicago Skate Company ins Leben gerufen, konnte sich aber nicht durchsetzen, vielleicht weil der Schuh zu weich und die Rollen zu breit waren. Solche Chicago Skates mit hohem Lederschuh aus dem Jahre 1966 fielen dann aber 1979 dem Eishockeyspieler Scott Olson aus Minneapolis in die Hände. Mit seinem Bruder Brennan montierte er schmale PU-Rollen und einen harten Plastikschuh auf die Schiene. Der heutige stabile Inlineskate mit schmalen Rollen war geboren, die Brüder gründeten 1983 die Firma Rollerblade(Rollen-Klinge).

Nach 300 Jahren Fehlversuchen gab es ab 1980 marktfähige Inlineskates.

Wo aber auch hätte man vor 300 Jahren skaten sollen? Außer wenigen Ballsälen und Schloßhallen gab es keine glatten Flächen. Kopfsteinpflaster, Sand und Gras würden auch heute noch jedem das Skaten verleiden. Die Skatevorläufer waren ihrer Zeit zu weit voraus.

Die Inlineskateindustrie ist also erst 27 Jahre alt und begann in den USA mit der Firma Rollerblade, andere Firmen wie FILA, OXYGEN, K2, TECNICA folgten, es entstanden Spezialanbieter wie BONT für bis zu 70 kmh schnelle Speedskates.

Inlineskating hat die Rollschuhe heute meist abgelöst.

Es entstanden verschiedene Disziplinen: Speedskating, Freestyle Slalom, Aggressive Skating, Inline Alpin, Inline-Skaterhockey, Nordic Skating, Inlinekunstlauf, Inline Downhill.

Die meisten Inline-Skates aber werden von Fitness-Skatern gekauft.




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